Bist du noch da? Warum echtes Zuhören im Jetzt beginnt - Folge J wie Jetzt
Shownotes
Präsent sein heißt nicht, alles im Griff zu haben. Es bedeutet, wahrzunehmen, was gerade passiert , eben auch die eigene Nervosität, Gereiztheit oder fehlende Aufnahmebereitschaft.
In dieser Folge geht es um:
- Zuhören, ohne innerlich schon Antworten zu formulieren oder Aussagen zu interpretieren.
- Den Unterschied zwischen vorschnellen Lösungen und dem Wunsch, verstanden zu werden.
- Eine kurze Pause vor der Antwort: Habe ich wirklich verstanden, was mein Gegenüber gesagt hat?
- Klärende Nachfragen, etwa: „Meinst du, dass du dich gerade überfordert fühlst?“
- Den inneren Kommentator unterbrechen und die Aufmerksamkeit auf Atemzüge oder Schritte lenken.
- Im Streit mit „Ich fühle mich gerade …“ beim aktuellen Erleben bleiben, statt alte Geschichten hineinzuziehen.
- Zukünftige Aufgaben sprachlich in der Zukunft lassen: „Ich werde in zwei Wochen den Keller aufräumen.“
Impuls fürs nächste Gespräch: Kurz innehalten und prüfen, ob du gerade aufnahmebereit und wirklich da bist. Abschweifen gehört dazu und du kannst immer wieder ins Jetzt zurückkommen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Der hat eine Präsenz, das ist wirklich ein präsenter Mensch.
00:00:04: Präsenz alle reden von Präsenz?
00:00:06: Was ist Präzenz, brauchen wir Präsenz?
00:00:08: Was ist Präsenz und was bringt sie uns wirklich?
00:00:22: Willkommen zu einer neuen Folge von Klartext & Wertschätzung heute mit dem Thema J wie Jetzt!
00:00:29: Heute sprechen wir ja über einen Thema dass am besten zu beschreiben es mir simpel und irgendwie schwer Das jetzt.
00:00:37: Genau, schwer!
00:00:38: Denn genau dieser Moment, den wir ständig haben und trotzdem ja auch so oft verpassen also dieses jetzt.
00:00:44: Weil wir gedanklich einfach schon entweder fünf Schritte im Voraus sind, also im Morgen übermorgen oder einfach im Gestern noch rumhängen.
00:00:50: Ihr kennt das?
00:00:51: Wir kennen das alle kennen das!
00:00:53: Wir sind gerne mal wieder beim Essen, beim Arbeiten oder wo auch immer schon gedanklicht einen Schritt oder vielleicht zwei Schritte schon weiter bei einem kommenden Termin, beim neuen Treffen, der Hochzeit vom Wochenende... Was auch immer.
00:01:09: Ja, wie schnell ist es dann dass wir auf einmal nicht mehr zuhören?
00:01:13: Wir reden vielleicht auch noch in dem Augenblick und schweifen gedanklich schon ab wo wir einfach scheinbar aneinander vorbeireden.
00:01:20: Ich kenne das auch gut und bei mir ist es tatsächlich oft diese Vermischung dann, wo ich dann Vergangenheit mit der Zukunft auch noch kombiniere.
00:01:26: Also kommt grad mal beides dazwischen statt einfach im Jetzt zu sein.
00:01:30: also ich denke zum Beispiel wenn ich ein Gespräch hatte am Vortag halt wie hätte ich denn das anders sagen können?
00:01:35: oder was habe ich denn da wieder gesagt?
00:01:38: Dann lass sich dieses Gespräch x-mal Revue passieren mach mir vielleicht Gedanken drum was ich beim nächsten Mal sage statt einfach in dem Moment zu sein den wahrzunehmen.
00:01:49: das.
00:01:50: Unser Hirn mag ja diese Spannung und lebt es deswegen auch gerne vor, der Verstand sagt ich bereite dich und mich vor und mache dich und mig
00:01:59: besser.".
00:01:59: Ja
00:02:00: und gleichzeitig zieht er uns dabei eben aus dem Moment raus in den wir ja eigentlich leben.
00:02:04: Ja vielleicht kommen wir jetzt zu dem was wir im Eingang gehört haben... Was ist jetzt dann Präsenz?
00:02:10: Präsens meinen wir nicht als Präsens sondern die Prä-Senz!
00:02:15: Genau.
00:02:15: Denn die Präsenz, das wird immer wieder gefragt... Wie müssen wir uns das denn vorstellen?
00:02:20: Wenn jemand Präsens hat oder wenn jemand präsent ist, hat er dann alles perfekt?
00:02:26: Ist dann alles gut?
00:02:28: Nee darum geht es ja eben nicht!
00:02:29: Also Präsent heißt eben ja nicht da dass ich einfach nur sitze und vor allem mein Leben ganz komplett im Griff habe und in die Perfektion bin sondern dass sich einfach eben bin.
00:02:39: also ich Bin und ich nehme wahr, was gerade um mich rum passiert.
00:02:43: Ich nehme einfach wahr!
00:02:45: Ich bin präsent.
00:02:46: Das ist ja dann auch dass ich wahrnehme das ich nervös oder genervt bin?
00:02:51: Oder dass ich jetzt vielleicht keine Ahnung habe was sagen soll?
00:02:55: Ohja...das bringt mich zu unserem Lieblingsthema eben die Partnerschaften.
00:02:58: da können wir es ruhig mal konkret machen weil wie oft hören wir uns da eigentlich wirklich richtig
00:03:04: zu?
00:03:04: Ja vielleicht selten.
00:03:05: Also
00:03:06: ich kenne's von mir und meistens warte ich ja dann darauf dass ich dran bin oder baue mir innerlich dann schon eine Antwort zusammen.
00:03:12: Ja, manche Menschen interpretieren.
00:03:14: Der eine sagt was der andere denkt sofort a das bedeutet bestimmt dass der oder diejenige unzufrieden ist und etwas falsch gemacht worden ist.
00:03:22: und was passiert?
00:03:23: Das Problem daran ist, dass passiert, dass wir dann auf die eigene Geschichte unseres Kopfes reagieren.
00:03:28: Also nicht auf das was du jetzt gerade gesagt hast sondern ja auch das was ich mir grad im Kopf zusammen rein interpretiert hab.
00:03:36: Erinnere mich an manche Situationen bei uns im Leben wo du mir dann sagst, dass du irgendwo grade eine Baustelle hast oder dich überfordert fühlst?
00:03:44: Ohja und du hast dann meistens sofort ne Lösung für mich!
00:03:47: Was total lieb is!
00:03:49: Ja Klassiker Gehe davon aus, dass das natürlich der pragmatisch schnellste Weg ist, männliches Denken.
00:03:56: Pragmatisch-schnelles Weg ist also einfach Lösungen zu präsentieren und einfach sagt... dann plant ein Tag anders.
00:04:03: Genau, ich nehm dich deinen Schutz denn ich kenne das ja auch.
00:04:06: also es ist nicht nur bei euch Männern so nur tatsächlich vielleicht bei euch mehr wie auch immer egal ob dass jetzt Männer oder Weiblern ist Es ist ja tatsächlich so dass ich in dem Moment gar keine Lösung will.
00:04:17: Ich will ja nur dass du mich verstehst Will ja einfach nur verstanden werden und aufgefangen werden Dass mir jemand zuhört.
00:04:23: Da haben wir auch wieder dieses Thema mit dem nicht im Jetzt sein, sondern eben in irgendeinem Zukunftsmodus.
00:04:30: Ich löse das Problem jetzt schon mal der Zukunft vielleicht auch weil jetzt im Moment gerade meine Aufnahmekapazität begrenzt ist.
00:04:38: Darüber werden wir übrigens auch sprechen bei KW-Konfliktfähigkeit.
00:04:43: da gilt es nämlich die Voraussetzungen zu erfüllen um überhaupt konfliktfähig zu sein.
00:04:49: in diesem Augenblick Wir haben das ja gar nicht so auf dem Schirm ob wir in dem Augenblick konfliktfähig sind und ist es natürlich mit der Aufnahmebereitschaft genauso.
00:04:57: Ist die Frage, bin ich im Moment gerade zu einer Aufnahme bereit?
00:05:01: Ja
00:05:02: vor allem wenn man ja wirklich glüht und will selbst dringend was erzählen bringen wir eine Übung das vielleicht in Zukunft so hilfreich ist.
00:05:07: also das heißt beim nächsten Mal wenn wir in einem Gespräch sind probieren wir einfach mal folgen dass das geben wird auch unseren Hörerinnen und Hörern mal an die Hand.
00:05:14: also beim nächsten mal in dem Gespräch vor der Antwort einfach eine kurze Pause machen.
00:05:20: Die Pause ist so oft bei unserem Podcast kurze Pause.
00:05:23: Sekunde reicht schon.
00:05:24: Und dann innerlich die Frage stellen, habe ich gerade alles verstanden was der andere gesagt hat?
00:05:31: Fragen wir nach.
00:05:32: Zum Beispiel meinst du, dass du dich gerade überfordert fühlst oder vielleicht zu viel gleichzeitig passiert?
00:05:38: Sie merken ja schon das geht nur solche Fragen gehen nur wenn ich gerade eine Aufnahmebereitschaft habe.
00:05:44: Ohja und das wird dann das Gespräch enorm verändern.
00:05:47: also denn dann seid ihr eben hier und im.
00:05:49: jetzt bleibt auch dabei und eben nicht zur innerlichen Interpretation.
00:05:54: Da
00:05:54: können wir noch einen kleinen Trick mit dazu bringen, und zwar simpel und einfach vielleicht ein bisschen lustig... Oh jetzt
00:06:00: bin ich neugierig!
00:06:02: Kürzer Hinweis in eigener Sache?
00:06:20: Und jetzt geht es weiter mit der Folge.
00:06:35: Ja, den inneren Kommentator ausschalten sozusagen.
00:06:38: also wir kommentieren ja gerne gut und oft und schnell.
00:06:42: das ist auch wie bei dem Bewerten.
00:06:44: das funktioniert bei uns ja recht reflexartig und wenn ich merke dass immer im Kopf wieder anfängt sich zu bewerten oder zu kommentiert dann brauchen wir ganz klare Unterbrechung eine Bewertungsunterbrechung, ein Kommentar stopp.
00:07:01: Und das ist wie auch mit den Gedanken die uns manchmal so richtig zwischen den zwei Ohren dahin und herpingen.
00:07:06: da brauchst diese Aufforderungen Stopp!
00:07:09: Und dann erstmal wieder gucken wo jetzt eigentlich der Fokus, wo soll's meine Aufmerksamkeit wirklich genau hin?
00:07:16: Da suche ich mir auch was Konkretes.
00:07:18: Ich kann mich ablenken zum Beispiel indem ich den Fokus oder die Aufmerksamkeit auf meine Arten Züge, Lenke
00:07:25: zum Beispiel.
00:07:25: Stimmt!
00:07:26: Das braucht nicht unbedingt nur Meditation.
00:07:27: Es ist wirklich so einfach wie du es gesagt hast und es funktioniert tatsächlich.
00:07:32: Also manchmal mache ich das auch wenn ich jetzt spazieren gehe oder mit dem Hund draußen bin und merke ich renne vorwärts in Gedanken und dann konzentriere ich mich einfach mal nur auf meine Schritte.
00:07:40: also was macht denn eigentlich mein linker Fuß und was macht man rechter Fuß?
00:07:43: Und tag sind wir wieder da
00:07:44: Genau.
00:07:45: Noch ein weiterer Punkt an der Stelle, der mir da wichtig ist vor allem im Hinblick wie Michael schon sagte wenn wir euch dann zu den Konflikten führen denn auch da ist es eben entscheidend.
00:07:56: also wie oft holen wir denn im Streit die Vergangenheit raus?
00:08:00: Ja ja das ist sowieso nichts das hatten wir ja auch schon.
00:08:02: wenn dass der passende Augenblick nicht ist und natürlich jetzt eine Geschichte die von vor zehn Jahren die passt womöglich nicht in die aktuelle Situation.
00:08:11: Dafür brauchst du dann einen Rahmen, ein Zeitpunkt – das geht nichts zwischen Tür und Amel.
00:08:16: Ja, dann geht es natürlich da vor allen Dingen wenn das klar ist, das kann man jetzt nicht klären, dann heißt schon wieder Du hörst mir nie zu!
00:08:23: Und dann sprechen wir nicht mehr über das was gerade ist sondern einfach eben rödeln die Vergangenheit dadurch schon.
00:08:28: Eskalationsspirale dreht sich und dreht sie und dreht sie
00:08:32: Oh ja Kommunikativ, also finden wir da eine ganz einfache Lösung und zwar mit einem hilfreischen Satz der da heißen kann.
00:08:40: Ich fühle mich gerade!
00:08:41: Also ich fühle mir jetzt so.
00:08:44: Da bekomme ich wieder einen Bezug zu mir selbst und da bin ich ihm hier und im Jetzt und eben nicht in die Vergangenheit.
00:08:50: Kommen wir auch wieder zum Punkt zurück.
00:08:54: Die Verschieberei von unseren Gedanken aus dem Jetzt hinaus in die Zukunft geht natürlich ja umgekehrt.
00:09:03: Erinnern uns immer wieder an dieses Thema.
00:09:06: Wir können unser jetzt natürlich auch überladen mit irgendwelchen Sachen, weswegen wir dann sagen ich muss das und dass und das jetzt noch alles machen?
00:09:14: Dann überlade ich mein Jetzt völlig was ja im Moment jetzt gar nicht zur Debatte steht.
00:09:19: also wenn ich jetzt sage in zwei Wochen meinen Keller aus.
00:09:23: Ich stehe das jetzt ja im moment gar nicht zu debattes sondern es wird erst in zwei wochen zu Agenda stehen Und dann brauchen wir jetzt natürlich für diese Aufgabe des Futur
00:09:32: Ja, haben wir ja ein großes Thema bei uns als in unseren Einsatztrainingseminaren.
00:09:36: Hier streifen was nur kurz und dennoch schenken wir unseren Hörern einfach mal hier!
00:09:40: Wir schenkten euch Zukunft.
00:09:42: denn tatsächlich wenn ich jetzt im hier bin und dann an den Keller denke baut einfach da das Futur eins ein.
00:09:49: also gibt euch der Raum indem ihr sagt Ich werde eben zwei Wochen den Keller aufräumen.
00:09:54: Richtig nochmal Erinnerungen.
00:09:56: Das Leben findet nicht irgendwann statt Nicht irgendwo sondern genau Jetzt hier während Du zuhörst, während du atmest.
00:10:04: Während du vielleicht gerade nix oder denkst das stimmt, das kenne ich.
00:10:08: Ja und wenn ihr dann doch merkt dass er mal wieder abschweift, dann ist es auch nicht so schlimm weil ja wir sind Menschen.
00:10:16: Richtig!
00:10:16: Ich habe da noch Jod wie Jobs?
00:10:19: Steve Jobs?
00:10:20: Ah ja der bin
00:10:21: schon elzitiert.
00:10:22: An einer bekannten Rede an der Stanford University Im Jahr zwei Tausend Fünf einen schönen Einleitungssatz gebracht.
00:10:31: Den will ich wiederholen, der mir hier ganz passenscheinend für dieses jetzt um uns auch klarer zu machen was das mit dieser Präsenz auf sich hat.
00:10:41: also er sagt Auf Englisch your time is limited so don't waste it living someone else life.
00:10:48: Zu Deutsch deine Zeit ist begrenzt.
00:10:49: Also verschwendet sie nicht damit das Leben eines anderen zu leben.
00:10:52: Dafür brauchen wir Präsense dafür brauchen wir das Leben im Jetzt Im jetzt um uns dessen bewusst zu machen, dass ich nicht irgendeiner Karotte hinterher renne.
00:11:03: Die mir vielleicht irgendjemand vor Jahren oder Jahrzehnten mal irgendwann vor die Nase gehängt hat.
00:11:08: und ich renn der hinterher und merke das gar nicht weil ich gar nicht im Jetzt bin!
00:11:12: Weil Ich gar nicht diese Präsenz habe um genau das zu erkennen.
00:11:17: Steve Jobs hat uns hier auch für das jetzt einen schönen Impuls dargelassen.
00:11:22: Diesen Impuls mag ich auch, danke schön dafür!
00:11:25: Ja, dass es jetzt einfach da ist.
00:11:27: Wir können immer wieder zurückkommen zum Jetzt – auch wenn's mal passiert, dass wir abschweifen.
00:11:32: Also vielleicht nehmt ihr aus dieser Folge irgendwas mit?
00:11:35: Eine kleine Sache?
00:11:36: Vielleicht ein Jetzt und wenn ihr beim nächsten Gespräch seid dann wirklich zuhören und diesen Atemzug bewusst wahrnehmen.
00:11:43: Einfach eine kurze Pause.
00:11:44: Einmal ganz kurz innehalten und merken bin ich gerade hier Bin ich gerade jetzt hier.
00:11:50: Da kommt mir noch eine Situation in den Sinn.
00:11:53: Blucht der Karibik Ende des Films, Jack Sparrow bekommt die Black Pearl wieder zurück und er sagt bring me that horizon.
00:12:01: Bring mit diesen Horizonten.
00:12:03: Er bekommt also dieses Schiff wieder und will raus motiviert und so richtig erwildert hin.
00:12:13: Er ist in diesem Jetzt.
00:12:15: Bring Me That Horizon.
00:12:16: Ja, das war
00:12:17: unsere Folge zum Thema jetzt!
00:12:19: Schön dass ihr euch Zeit genommen habt
00:12:21: und vielleicht hören wir uns beim nächsten Mal wieder im Nächsten jetzt.
00:12:25: Jawohl denn natürlich ganz wichtig K wie?
00:12:29: Konfliktfähigkeit.
00:12:31: Ist elementarwichtig.
00:12:32: Wir freuen uns drauf.
00:12:34: Tschüss Klartext und Wertschätzung
00:12:42: Der Podcast um Verbindung zu schaffen.
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